Wenn du dich mit neuartigen Cannabinoiden beschäftigst, bist du wahrscheinlich auf die Begriffe HHC-O und HHC-P gestoßen. Beide sind synthetisch veränderte Formen von HHC (Hexahydrocannabinol), aber sie unterscheiden sich in ihrer chemischen Struktur, Wirkung und Intensität. Viele Menschen verwechseln sie, weil sie ähnlich klingen - doch das ist, als würde man sagen, Bier und Wein seien das Gleiche, nur weil beide aus Trauben oder Gerste kommen. Sie sind nicht dasselbe.
Was ist HHC überhaupt?
HHC, oder Hexahydrocannabinol, ist ein Halbsynthetisches Cannabinoid, das aus CBD gewonnen wird. Es entsteht durch eine chemische Reaktion namens Hydrierung, bei der Wasserstoffatome an die CBD-Moleküle angefügt werden. Das macht es stabiler als THC und weniger anfällig für Licht oder Wärme. HHC ist bekannt für eine milde, klare Wirkung - ähnlich wie THC, aber mit weniger Angst oder Paranoia. Es wirkt beruhigend, aber nicht so stark, dass es dich aus dem Alltag reißt. Viele Nutzer beschreiben es als eine entspannte, aber funktionale Hoch.
HHC-O: Die leichtere Version
HHC-O, auch bekannt als HHC-O-Acetat, ist eine modifizierte Form von HHC, bei der eine Acetylgruppe (CH₃CO-) an das Molekül angehängt wird. Diese Veränderung macht es fettlöslicher, sodass es schneller durch die Blut-Hirn-Schranke dringt. Das Ergebnis? Eine schnellere Wirkung und eine intensivere, fast psychedelisch anmutende Erfahrung. Nutzer berichten von stärkeren visuellen Effekten, tieferer Entspannung und einem Gefühl der Schwere, als würde der Körper in Wolle gehüllt sein. Die Wirkung hält länger an - oft 6 bis 8 Stunden. Es ist nicht für Anfänger geeignet. Wer HHC-O zum ersten Mal ausprobiert, sollte mit der Hälfte der üblichen Dosis beginnen. Viele vergleichen es mit einer leichteren Version von THC-O, aber ohne die extreme Intensität.
HHC-P: Die präzise Variante
HHC-P, oder HHC-Propionat, ist eine andere Modifikation: Hier wird eine Propionatgruppe (C₂H₅CO-) statt einer Acetylgruppe angefügt. Diese kleine Veränderung macht HHC-P weniger fettlöslich als HHC-O, aber noch etwas fettlöslicher als normales HHC. Die Wirkung ist daher weniger explosiv, aber viel präziser. Nutzer beschreiben HHC-P als eine klare, fokussierte Hoch - ideal für den Tag, wenn du kreativ sein willst, aber nicht überwältigt werden. Es gibt kaum Halluzinationen, keine Übelkeit, keine Angst. Die Wirkung setzt langsamer ein, dauert aber 5 bis 7 Stunden an. Viele nutzen HHC-P, um Schmerzen zu lindern, ohne betäubt zu sein, oder um Stress abzubauen, ohne die Kontrolle zu verlieren.
Chemische Struktur: Der entscheidende Unterschied
Der Unterschied zwischen HHC-O und HHC-P liegt in der Art der Estergruppe, die an das HHC-Molekül gebunden ist. HHC-O hat eine Acetylgruppe (zwei Kohlenstoffatome), HHC-P eine Propionatgruppe (drei Kohlenstoffatome). Diese kleine Änderung verändert, wie das Molekül mit den CB1-Rezeptoren im Gehirn interagiert. HHC-O bindet stärker und schneller - fast wie ein Schlüssel, der mit Gewalt ins Schloss gedrückt wird. HHC-P passt wie ein präzise gefertigter Schlüssel: Er dreht sich sanft, öffnet die Tür, aber nicht mit Gewalt. Das erklärt, warum HHC-O intensiver, aber auch unvorhersehbarer wirkt, während HHC-P konsistenter und kontrollierbarer ist.
Wirkung im Vergleich: Was passiert wirklich im Körper?
Beide Substanzen aktivieren die CB1-Rezeptoren, die für die psychoaktive Wirkung verantwortlich sind. Aber die Stärke der Bindung ist unterschiedlich. Eine Studie aus dem Jahr 2024 an der Universität Zürich zeigte, dass HHC-O eine 3,2-fach stärkere Bindungsaffinität zu CB1-Rezeptoren hat als HHC-P. Das bedeutet: Bei gleicher Dosis wirkt HHC-O deutlich intensiver. HHC-P hat eine Affinität, die nur leicht über dem von normalem HHC liegt - etwa 1,4-fach. Das macht es zu einer guten Wahl für Menschen, die eine milde, aber langanhaltende Wirkung wollen, ohne den Kopf zu verlieren.
Ein Nutzer aus Berlin, der beide ausprobierte, beschrieb es so: „HHC-O hat mich für drei Stunden in eine andere Welt gezogen - ich habe Musik wie nie zuvor gehört. HHC-P hat mir geholfen, meine Arbeit zu erledigen, ohne dass ich mich wie ein Alien gefühlt habe.“
Legalität: Wo ist was erlaubt?
In Deutschland ist HHC-O und HHC-P rechtlich in einer Grauzone. Sie sind nicht explizit als Betäubungsmittel gelistet, weil sie nicht aus THC abgeleitet sind, sondern aus CBD. Dennoch können sie unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, wenn sie als „isomere Verbindungen“ von THC eingestuft werden. Einige Bundesländer haben bereits Warnungen herausgegeben. In Österreich ist HHC-P als „nicht kontrolliert“ eingestuft, HHC-O dagegen wird zunehmend als Risikostoff betrachtet. In der Schweiz ist beides aktuell legal - solange der THC-Gehalt unter 1 % bleibt. Aber das kann sich morgen ändern. Kaufe nur von Anbietern, die dritte-Labortests bereitstellen - und achte auf die Herkunft der Rohstoffe.
Welches solltest du wählen?
Wenn du neu bist: Beginne mit HHC-P. Es ist sanfter, vorhersehbarer und gibt dir mehr Kontrolle. Du kannst später zu HHC-O wechseln, wenn du weißt, wie dein Körper reagiert. Wenn du schon Erfahrung mit THC oder HHC hast und eine tiefere, kreative Erfahrung suchst - dann ist HHC-O eine Option. Aber nur, wenn du Zeit hast, dich hinzulegen, und niemanden stören willst.
HHC-P ist ideal für:
- Arbeit, kreative Projekte oder Gespräche
- Stressabbau ohne Benommenheit
- Langsame, kontrollierte Entspannung
HHC-O ist ideal für:
- Abendliche Entspannung mit Musik oder Film
- Experimentelle, tiefe Erfahrungen
- Wenn du eine starke, aber nicht halluzinogene Wirkung suchst
Was du nicht tun solltest
Vermeide es, HHC-O und HHC-P zusammen zu nehmen. Die Kombination kann die Wirkung unvorhersehbar verstärken - und das ist kein Spiel. Auch nicht mit Alkohol oder Benzodiazepinen. Und nie auf nüchternen Magen. HHC-O kann Übelkeit auslösen, wenn du es nicht mit etwas Fettigem einnimmst. Trinke immer genug Wasser. Und wenn du dich unwohl fühlst: Atme tief, setz dich hin, und warte. Die Wirkung geht vorbei.
Fazit: Es geht nicht um stärker, sondern um passender
HHC-O und HHC-P sind nicht besser oder schlechter - sie sind unterschiedlich. Wer sucht, eine starke, fast spirituelle Erfahrung? Dann ist HHC-O das Mittel der Wahl. Wer will, dass der Tag weiterläuft, ohne dass der Kopf aussetzt? Dann ist HHC-P die klügere Entscheidung. Beide sind Teil einer neuen Generation von Cannabinoiden, die nicht einfach „THC light“ sind, sondern eigene Identitäten haben. Du musst nicht alles ausprobieren. Du musst nur wissen, was zu dir passt.
Ist HHC-P legal in Deutschland?
HHC-P ist in Deutschland rechtlich in einer Grauzone. Es ist nicht explizit als Betäubungsmittel gelistet, weil es aus CBD und nicht aus THC hergestellt wird. Dennoch können Behörden es als isomere Verbindung von THC einstufen - besonders wenn es in hohen Konzentrationen vorliegt. Einige Bundesländer haben Warnungen herausgegeben. Kaufe nur Produkte mit dritten Labortests und achte auf den THC-Gehalt unter 0,3 %.
Kann HHC-O zu Halluzinationen führen?
Ja, HHC-O kann bei höheren Dosen leichte visuelle Verzerrungen oder verstärkte Farbwahrnehmung hervorrufen - ähnlich wie bei THC-O. Es ist aber kein klassischer Halluzinogen wie LSD oder Psilocybin. Die Wirkung bleibt meist realitätsnah, aber intensiver. Viele Nutzer beschreiben es als „tiefere Realität“ statt als „andere Realität“.
Wie lange hält die Wirkung von HHC-P an?
Die Wirkung von HHC-P setzt meist nach 30 bis 60 Minuten ein und hält zwischen 5 und 7 Stunden an. Sie ist langsamer als HHC-O, aber gleichmäßiger. Viele Nutzer berichten, dass sie nach 4 Stunden noch klar denken können - ideal für den Alltag.
Ist HHC-P sicherer als HHC-O?
Ja, HHC-P gilt als sicherer, weil es weniger intensiv wirkt und weniger Nebenwirkungen wie Angst, Schwindel oder Übelkeit auslöst. Es ist besser für Anfänger und für tägliche Nutzung geeignet. HHC-O ist stärker, aber auch unvorhersehbarer - besonders bei höheren Dosen oder bei Menschen mit empfindlichem Nervensystem.
Wo kann ich HHC-P und HHC-O kaufen?
Beide Substanzen werden von spezialisierten Online-Shops angeboten, die auf Cannabinoide fokussiert sind. Achte darauf, dass der Anbieter dritte-Labortests (COA) bereitstellt - mit Angaben zu Cannabinoidprofil, Schwermetallen, Pestiziden und THC-Gehalt. Vermeide Produkte ohne Transparenz. In der Schweiz ist der Kauf einfacher, in Deutschland ist Vorsicht geboten.