Wenn du dir Sorgen um deine Fellnase machst - ob sie schlecht schläft, ängstlich ist oder oft schmerzt - hast du vielleicht schon von CBD gehört. Viele Hundebesitzer fragen sich: Can I give my dog CBD every night? Kann ich meinem Hund wirklich jede Nacht CBD geben? Die Antwort ist nicht einfach ja oder nein. Es hängt von deinem Hund, der Qualität des Produkts und deiner Vorgehensweise ab.
Was ist CBD eigentlich für Hunde?
CBN, CBD und THC sind Cannabinoiden - natürliche Stoffe aus der Hanfpflanze. CBD, also Cannabidiol, ist nicht berauschend. Es wirkt beruhigend, entzündungshemmend und schmerzlindernd. Bei Menschen wird es bei Angst, Schlafstörungen oder chronischen Schmerzen eingesetzt. Bei Hunden funktioniert das genauso. Ihr Endocannabinoid-System ist ähnlich aufgebaut wie das von Menschen. Das bedeutet: CBD kann dort wirken, wo es gebraucht wird - bei Unruhe, Gelenkproblemen oder Stress nach einem Gewitter.
Einige Studien, wie die von Colorado State University aus dem Jahr 2018, haben gezeigt, dass CBD bei Hunden mit Arthritis die Schmerzen reduzieren kann. In einer anderen Studie aus 2023 berichteten 80 % der Besitzer, dass ihre Hunde nach CBD-Einnahme ruhiger schliefen. Das klingt vielversprechend. Aber das heißt nicht, dass es für jeden Hund die richtige Lösung ist.
Warum fragen Menschen, ob sie CBD jede Nacht geben können?
Viele Hunde leiden unter nächtlicher Unruhe. Sie winseln, drehen sich immer wieder um, sind unruhig oder wachen nach kurzer Zeit auf. Das kann an Schmerzen liegen - besonders bei älteren Hunden mit Arthrose. Oder an Angst: Lärm, Trennungsangst, Veränderungen im Haushalt. CBD wirkt beruhigend, ohne den Hund zu betäuben. Deshalb versuchen viele Besitzer, es als tägliche Unterstützung einzusetzen - besonders abends.
Die Frage ist nicht nur: „Kann ich?“, sondern: „Soll ich?“ Und: „Ist es langfristig sicher?“
Wie wirkt CBD bei Hunden über längere Zeit?
Es gibt keine Beweise dafür, dass CBD bei Hunden abhängig macht oder die Leber schädigt - wenn es richtig dosiert wird. Die FDA hat zwar keine CBD-Produkte für Tiere zugelassen, aber mehrere Veterinärmediziner bestätigen: Bei qualitativ hochwertigem, THC-freiem CBD gibt es keine Hinweise auf langfristige Schäden.
Einige Hunde entwickeln eine Toleranz. Das heißt: Nach einigen Wochen brauchen sie vielleicht etwas mehr, um die gleiche Wirkung zu spüren. Das ist kein Zeichen von Schädigung, sondern ein normaler physiologischer Prozess. Wichtig ist: Du musst nicht immer mehr geben. Manchmal reicht es, die Dosis alle paar Tage zu pausieren, damit das System sich erholen kann.
Wie viel CBD ist sicher für meinen Hund?
Es gibt keine einheitliche Dosierung. Aber eine bewährte Faustregel: 0,1 bis 0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht. Ein 20 kg schwerer Hund bekommt also 2 bis 10 mg pro Tag.
Wenn du es abends gibst, starte mit der niedrigsten Dosis - etwa 0,1 mg/kg. Beobachte 3 bis 5 Tage. Verändert sich sein Verhalten? Schläft er tiefer? Ist er ruhiger? Dann bleib dabei. Wenn du keine Wirkung siehst, erhöhst du langsam um 0,1 mg/kg alle 3 Tage.
Wichtig: Gib niemals CBD-Öl für Menschen. Die Konzentration ist oft zu hoch, und es kann Zusatzstoffe enthalten, die für Hunde giftig sind - wie Xylit, das lebensgefährlich sein kann. Suche nach Produkten, die extra für Hunde entwickelt wurden. Prüfe, ob sie labortestiert sind und ein Zertifikat (COA) haben.
Was sind die Risiken?
Die meisten Hunde vertragen CBD gut. Aber manche zeigen Nebenwirkungen:
- Leichte Müdigkeit oder Benommenheit
- Verdauungsprobleme - Durchfall oder Übelkeit
- Erhöhter Appetit
- Leichte Trockenheit der Nase oder des Mundes
Wenn dein Hund nach der ersten Gabe stark lethargisch wirkt, nicht mehr trinkt oder erbricht, stoppe die Gabe sofort und ruf deinen Tierarzt an. Das ist selten, aber möglich - besonders bei Überdosierung oder minderwertigem Produkt.
Vermeide CBD bei Hunden mit schweren Leber- oder Nierenerkrankungen, ohne vorher mit einem Tierarzt gesprochen zu haben. CBD wird in der Leber verstoffwechselt. Wenn sie schon geschwächt ist, kann es zusätzliche Belastung bedeuten.
Wann ist CBD nicht die richtige Wahl?
CBD ist kein Wundermittel. Es hilft nicht bei:
- Infektionen oder Fieber
- Plötzlichem Verhaltenwechsel ohne klare Ursache
- Neurologischen Problemen wie Anfällen (außer bei spezifischer, tierärztlich überwachter Epilepsie-Behandlung)
Wenn dein Hund plötzlich nachts aufwacht, heult oder sich verhält, als würde er Angst haben - könnte es auch an einer Schmerzursache liegen, die du nicht siehst: eine Zahnwurzelentzündung, ein Bandscheibenvorfall, eine Blasenentzündung. CBD lindert Symptome, aber nicht die Ursache.
Bevor du CBD täglich gibst, lass deinen Hund gründlich untersuchen. Ein Tierarzt kann mit Röntgen, Blutwerten oder Gelenkuntersuchungen herausfinden, ob es eine medizinische Grundursache gibt. Dann kannst du entscheiden, ob CBD ergänzend helfen kann - oder ob eine andere Therapie nötig ist.
Wie wähle ich das richtige CBD-Produkt?
Nicht jedes CBD-Öl ist gleich. Achte auf:
- THC-frei - Kein THC! Selbst geringe Mengen können bei Hunden zu Vergiftungen führen.
- Labortestbericht (COA) - Der Hersteller muss zeigen, was wirklich drin ist: CBD-Gehalt, Schwermetalle, Pestizide.
- Reine Zutaten - Nur CBD-Öl und ein Trägeröl wie Hanföl, Kokosöl oder Fischöl. Keine künstlichen Aromen, Farbstoffe oder Zucker.
- Speziell für Hunde - Produkte, die extra für Hunde entwickelt wurden, haben die richtige Konzentration und oft Geschmacksrichtungen wie Hühnchen oder Rind.
Marken wie Holistapet, cbdMD oder Verma Farms haben sich in der Tiermedizin bewährt. Lies Bewertungen von anderen Hundebesitzern - aber vertraue nicht nur darauf. Prüfe immer den COA.
Kann ich CBD mit anderen Medikamenten kombinieren?
Wenn dein Hund bereits Medikamente nimmt - zum Beispiel für Schmerzen, Epilepsie oder Herzprobleme - musst du vorsichtig sein. CBD kann die Wirkung von Leberenzymen beeinflussen, die Medikamente abbauen. Das kann dazu führen, dass andere Medikamente stärker oder schwächer wirken.
Beispiel: Ein Hund mit Epilepsie, der Phenobarbital nimmt, könnte nach CBD-Einnahme stärkere Nebenwirkungen bekommen, weil das Medikament langsamer abgebaut wird. Deshalb: Sprich mit deinem Tierarzt, bevor du CBD mit anderen Mitteln kombinierst.
Wie gibst du CBD am besten abends?
Die beste Zeit ist 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen. Gib es direkt in den Mund - unter die Zunge, wenn dein Hund es duldet - oder misch es unter sein Abendfutter. Vermeide es, es mit einer Mahlzeit zu geben, die reich an Fett ist, wenn du es zur Beruhigung gibst. Fett steigert die Aufnahme, was bei manchen Hunden zu stärkerer Müdigkeit führen kann.
Einige Hunde mögen den Geschmack nicht. Dann probiere CBD-Kauartikel. Sie sind etwas langsamer wirksam, aber oft leichter zu verabreichen.
Wie lange dauert es, bis CBD wirkt?
Bei oraler Gabe - also im Futter oder unter der Zunge - braucht CBD 30 bis 90 Minuten, bis es wirkt. Die Wirkung hält 6 bis 8 Stunden an. Deshalb ist es sinnvoll, es abends zu geben, wenn du willst, dass dein Hund die ganze Nacht ruhig bleibt.
Manche Hunde brauchen 1 bis 2 Wochen, bis du eine klare Veränderung siehst. Gib ihm nicht nach zwei Tagen auf, wenn es nicht sofort wirkt. Geduld ist wichtig.
Was ist die Alternative zu CBD?
CBD ist nicht die einzige Option. Andere natürliche Hilfen:
- Melatonin - Hilft bei Schlafstörungen, besonders bei Trennungsangst.
- Valerianwurzel - Beruhigt, aber nicht bei jedem Hund gleich.
- Therapie mit Calming Vests - Druck auf den Körper wirkt oft beruhigend.
- Verhaltenstherapie - Bei Angst oder Zwangshandlungen oft wirksamer als jede Substanz.
Manche Hunde brauchen Kombinationen. Ein Hund mit Arthritis und Angst profitiert vielleicht von CBD + Physiotherapie + einem ruhigen Schlafplatz. CBD ist ein Baustein - nicht die ganze Lösung.
Fazit: Kann ich meinem Hund jede Nacht CBD geben?
Ja - aber nur, wenn:
- Du ein hochwertiges, THC-freies Produkt verwendest,
- Du die richtige Dosis gibst (nicht zu viel!),
- Du keine anderen Medikamente mischst, ohne Tierarzt zu fragen,
- Du deinen Hund beobachtest und auf Veränderungen achtest,
- Du keine zugrunde liegende Krankheit übergehst.
CBD kann ein wertvolles Werkzeug sein, um deinem Hund eine ruhigere, schmerzfreiere Nacht zu ermöglichen. Aber es ist kein Ersatz für medizinische Versorgung. Wenn du unsicher bist, sprich mit einem Tierarzt, der sich mit CBD auskennt. Viele Tierkliniken haben jetzt spezielle Beratungsstunden dafür.
Dein Hund verdient mehr als eine schnelle Lösung. Er verdient eine sorgfältige, informierte Entscheidung - und eine Nacht voller ruhigen Schlafs, ohne Angst, ohne Schmerz, ohne unnötige Risiken.
Kann CBD meinem Hund schaden, wenn ich es jeden Abend gebe?
CBD ist bei richtiger Dosierung und hochwertigem Produkt langfristig sicher für die meisten Hunde. Es gibt keine Beweise für Leberschäden oder Abhängigkeit. Aber bei übermäßiger Gabe oder minderwertigem Produkt können Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Durchfall oder Übelkeit auftreten. Wichtig: Nie ohne Prüfung des COA und ohne Tierarzt-Rücksprache bei bestehenden Krankheiten beginnen.
Wie lange dauert es, bis CBD bei Hunden wirkt?
Bei oraler Gabe (im Futter oder unter der Zunge) setzt die Wirkung nach 30 bis 90 Minuten ein. Die volle Wirkung entfaltet sich oft erst nach 1 bis 2 Wochen regelmäßiger Anwendung. Einige Hunde zeigen schneller Verbesserungen, andere brauchen mehr Zeit - besonders bei chronischen Problemen wie Arthritis oder Angst.
Soll ich CBD mit Futter geben oder direkt in den Mund?
Beide Methoden funktionieren. Direkt unter die Zunge wirkt schneller, weil es direkt in die Blutbahn gelangt. Mit Futter ist es einfacher zu verabreichen, besonders bei zögerlichen Hunden. Fettreiche Mahlzeiten steigern die Aufnahme - das kann bei manchen Hunden zu stärkerer Beruhigung führen. Wähle die Methode, die am besten zu deinem Hund passt.
Kann CBD bei Hunden mit Epilepsie helfen?
Einige Studien zeigen, dass CBD die Anfallshäufigkeit bei Hunden mit Epilepsie reduzieren kann - besonders wenn herkömmliche Medikamente nicht ausreichend wirken. Aber es darf nur unter strenger tierärztlicher Aufsicht gegeben werden, da es Wechselwirkungen mit Antiepileptika wie Phenobarbital haben kann. Nie ohne Rücksprache mit einem Neurologen für Tiere beginnen.
Was mache ich, wenn mein Hund nach CBD nicht mehr trinkt?
Wenn dein Hund nach der Gabe von CBD plötzlich nicht mehr trinkt, sich sehr lethargisch anfühlt oder erbricht, stoppe die Gabe sofort. Das kann ein Zeichen für Überdosierung oder Unverträglichkeit sein. Kontaktiere deinen Tierarzt oder eine Notfallklinik. Trinken ist lebenswichtig - besonders bei Hunden, die CBD bekommen, da es die Leber belastet.