Wie viel CBD für Hunde: Die richtige Dosis für Ihr Haustier

Von Lukas Steinbacher    An 27 Nov, 2025    Kommentare (0)

Wie viel CBD für Hunde: Die richtige Dosis für Ihr Haustier

Wenn Ihr Hund unter Angst, Schmerzen oder Unruhe leidet, haben Sie vielleicht schon von CBD gehört. Aber wie viel sollte man wirklich geben? Es gibt keine einheitliche Antwort - die richtige Menge hängt von Gewicht, Gesundheitszustand und der Konzentration des Produkts ab. Zu wenig wirkt nicht, zu viel kann unangenehme Nebenwirkungen auslösen. Hier erfahren Sie, wie Sie die perfekte Dosis für Ihren Hund finden - ohne Risiko.

Warum CBD bei Hunden verwendet wird

Hunde reagieren ähnlich wie Menschen auf CBD, weil sie ein endocannabinoide System haben. Dieses System reguliert Schmerz, Entzündungen, Stimmung und Schlaf. Tierärzte und Tierbesitzer berichten von Verbesserungen bei:

  • Arthritis und Gelenkschmerzen
  • Angstzuständen (z. B. bei Feuerwerken oder Autofahrten)
  • Epilepsie und Anfällen
  • Verlust des Appetits
  • Chronischen Entzündungen

Ein 2024-Studie der Colorado State University zeigte, dass 89 % der Hunde mit Arthritis nach CBD-Behandlung weniger Schmerzen zeigten - ohne Sedierung oder Nebenwirkungen wie bei herkömmlichen Medikamenten. Das ist kein Wundermittel, aber eine sinnvolle Ergänzung.

Wie berechnet man die richtige CBD-Dosis für Hunde?

Die gängigste Empfehlung lautet: 0,1 bis 0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht zweimal täglich. Das ist der sichere Startbereich. Aber Achtung: Diese Zahl ist nur ein Anhaltspunkt. Sie müssen anpassen.

Beispiel: Ein 20 kg schwerer Labrador braucht zwischen 2 und 10 mg CBD pro Dosis. Wenn das Produkt 5 % CBD enthält (500 mg CBD pro 10 ml), dann entspricht ein Tropfen (0,1 ml) etwa 5 mg CBD. Also: 1 bis 2 Tropfen pro Dosis.

Wichtig: Nutzen Sie immer Produkte mit klaren Angaben zur CBD-Konzentration. Viele günstige Öle haben nur 1-2 % CBD - das macht die Dosierung schwer und ungenau.

Wie startet man mit CBD bei Hunden?

Beginnen Sie immer mit der niedrigsten Dosis. Geben Sie sie morgens und abends, am besten mit einem kleinen Snack. Beobachten Sie Ihr Tier 3-5 Tage lang. Notieren Sie:

  • Wird er ruhiger?
  • Geht er besser laufen?
  • Hat er mehr Appetit?
  • Zeigt er Müdigkeit, Durchfall oder Erbrechen?

Wenn keine Wirkung eintritt, erhöhen Sie die Dosis um 0,1 mg pro kg. Warten Sie wieder 3-5 Tage. Die meisten Hunde reagieren bei 0,2-0,3 mg/kg. Nur bei schweren Fällen wie Epilepsie oder fortgeschrittener Arthritis wird bis zu 0,5 mg/kg benötigt.

Welche CBD-Produkte sind sicher für Hunde?

Nicht jedes CBD-Öl ist für Tiere geeignet. Achten Sie auf:

  • THC-frei - Hunde sind extrem empfindlich gegen THC. Selbst 0,3 % können Vergiftungen verursachen.
  • Keine Xylit oder andere Zuckeraustauschstoffe - Xylit ist tödlich für Hunde.
  • Keine Aromen - Zitrus- oder Mentholaromen können die Leber belasten.
  • CO2-extrahiert - Diese Methode ist sauberer als Alkohol- oder Butanextraktion.
  • Drittanbieter-Testberichte - Jedes Produkt sollte einen Laborbericht zeigen, der CBD-Gehalt, Schwermetalle, Pestizide und Schimmelpilze nachweist.

Marken wie Verma Farms, HolistaPet oder cbdMD haben speziell für Hunde entwickelte Produkte mit diesen Standards. Sie kosten mehr, aber das Risiko ist geringer.

Zwei Hunde: einer mit Lahmheit, der andere fröhlich spazierend – Vergleich nach CBD-Behandlung.

Was passiert bei einer Überdosierung?

Hunde können nicht an CBD sterben - aber eine zu hohe Dosis führt zu:

  • Schläfrigkeit oder Benommenheit
  • Verlust der Koordination (stolpern, taumeln)
  • Erbrechen oder Durchfall
  • Erhöhte Herzfrequenz

Wenn Ihr Hund diese Symptome zeigt, stoppen Sie die Gabe sofort. Geben Sie viel Wasser und beobachten Sie. In den meisten Fällen bessert sich alles innerhalb von 6-12 Stunden. Bei schweren Symptomen - wie Bewusstlosigkeit oder Atemnot - gehen Sie sofort zum Tierarzt.

Wann sollte man CBD nicht geben?

Vermeiden Sie CBD bei:

  • Hunden mit schwerer Lebererkrankung - CBD wird in der Leber abgebaut.
  • Hunden, die andere Medikamente einnehmen - besonders Beruhigungsmittel, Antiepileptika oder Blutverdünner. CBD kann die Wirkung verstärken oder abschwächen.
  • Schwangeren oder stillenden Hündinnen - die Wirkung auf Welpen ist nicht ausreichend erforscht.

Im Zweifel: Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Viele kennen CBD heute und können helfen, Wechselwirkungen zu vermeiden.

Wie lange dauert es, bis CBD wirkt?

Bei oraler Gabe (unter die Zunge oder ins Futter) dauert es 30-90 Minuten, bis die Wirkung einsetzt. Die Wirkdauer liegt bei 4-8 Stunden. Bei chronischen Problemen wie Arthritis brauchen Hunde 1-3 Wochen, bis die volle Wirkung sichtbar wird. Geduld ist wichtig.

Was ist der Unterschied zwischen CBD-Öl und CBD-Hundenahrung?

CBD-Öl ist präziser dosierbar - Sie steuern die Menge genau. CBD-Hundeleckerlis sind praktisch, aber schwer zu dosieren: Ein Leckerli enthält oft 2-5 mg CBD, aber die Menge variiert zwischen Packungen. Außerdem enthalten sie oft Zucker, Getreide oder Konservierungsstoffe. Für akute Probleme wie Angst oder Schmerz ist Öl die bessere Wahl. Für tägliche Unterstützung können Leckerlis funktionieren - wenn sie hochwertig sind.

CBD-Produkte für Hunde mit Laborzertifikat und Zubehör auf einem Regal.

Wie lagert man CBD-Öl für Hunde?

Speichern Sie es kühl, dunkel und verschlossen. Licht und Wärme zerstören CBD. Ein Kühlschrank ist ideal. Öle halten 12-18 Monate, wenn sie richtig gelagert werden. Achten Sie auf den Ablaufdatum - verfallenes CBD wirkt nicht mehr und kann schlecht schmecken.

Was kostet CBD für Hunde?

Ein 30 ml Fläschchen mit 500 mg CBD kostet zwischen 40 und 80 Euro. Das reicht für 2-4 Monate bei einem mittelgroßen Hund. Billigprodukte unter 20 Euro sind oft minderwertig oder enthalten kaum CBD. Investieren Sie in Qualität - es geht um die Gesundheit Ihres Tieres.

Was tun, wenn CBD nicht wirkt?

Wenn nach 4 Wochen keine Veränderung eintritt, prüfen Sie:

  • Die Dosierung - haben Sie wirklich die niedrigste Dosis genommen und langsam erhöht?
  • Die Qualität - haben Sie einen Laborbericht geprüft?
  • Die Anwendung - wurde das Öl unter die Zunge gegeben oder nur ins Futter gemischt? Unter der Zunge wirkt es schneller.
  • Die Ursache - ist es wirklich CBD, das fehlt? Manchmal braucht der Hund Physiotherapie, Gewichtsreduktion oder ein anderes Medikament.

Ein Tierarzt mit Erfahrung in CBD kann helfen, die richtige Diagnose zu stellen.

Wie unterscheidet sich CBD für Hunde von CBD für Menschen?

Chemisch ist es das gleiche Molekül. Aber Hunde brauchen:

  • Kein THC - selbst winzige Mengen sind gefährlich.
  • Keine Zusatzstoffe - keine Aromen, keine Süßstoffe, keine Konservierungsstoffe.
  • Andere Dosierung - ihre Körper verarbeiten CBD anders als Menschen.

Ein CBD-Öl für Menschen ist nicht automatisch sicher für Hunde. Nutzen Sie immer Produkte, die speziell für Tiere entwickelt wurden.