Wie lange wirkt CBD bei Hunden zur Beruhigung?

Von Anja Schneider    An 16 Jan, 2026    Kommentare (0)

Wie lange wirkt CBD bei Hunden zur Beruhigung?

Wenn dein Hund ängstlich ist - bei Feuerwerksknall, beim Sturm oder beim Tierarztbesuch - fragst du dich vielleicht: CBD hilft wirklich? Und wenn ja, wie lange dauert es, bis er sich beruhigt? Viele Besitzer hoffen auf eine schnelle, natürliche Lösung, ohne Chemie oder Rezept. Doch die Wirkung von CBD bei Hunden ist nicht gleich bei jedem Tier. Es hängt von der Dosis, der Art des Produkts und dem individuellen Stoffwechsel ab.

Wie schnell wirkt CBD bei Hunden?

Wenn du CBD-Öl oder -Leckerchen gibst, dauert es meist zwischen 30 und 90 Minuten, bis du erste Wirkungen siehst. Bei Ölen, die unter die Zunge geträufelt werden, wirkt es schneller - oft schon nach 20 bis 40 Minuten. Das liegt daran, dass die Wirkstoffe direkt über die Schleimhäute ins Blut gelangen. Leckerchen hingegen müssen erst im Magen verdaut werden, was länger dauert.

Ein Hund mit vollem Magen braucht bis zu zwei Stunden, bis das CBD wirkt. Ein nüchterner Hund spürt die Wirkung oft schon nach 25 Minuten. Das ist wichtig, wenn du CBD für eine bevorstehende Stresssituation wie einen Tierarztbesuch oder eine Autofahrt vorbereiten willst. Plan immer mindestens eine Stunde vorher ein.

Wie lange hält die Beruhigung an?

Die beruhigende Wirkung von CBD bei Hunden hält in der Regel 4 bis 8 Stunden an. Bei manchen Hunden, besonders kleineren oder älteren Tieren, kann sie bis zu 10 Stunden wirken. Bei größeren, aktiveren Hunden mit schnellem Stoffwechsel kann die Wirkung nach 3 bis 4 Stunden nachlassen.

Ein Hund mit Leberproblemen oder einer langsamen Verdauung kann CBD länger im Körper behalten. Das ist kein Nachteil - aber es bedeutet, dass du die Dosis vorsichtig anpassen musst. Zu viel CBD kann zu Schläfrigkeit, Benommenheit oder sogar leichten Magen-Darm-Beschwerden führen. Die meisten Hunde vertragen es gut, aber die Grenze liegt bei etwa 2 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag.

Welche Form von CBD wirkt am besten?

Nicht alle CBD-Produkte sind gleich. Es gibt drei Hauptformen:

  • CBD-Öl (Tropfen): Am schnellsten wirksam, einfach dosierbar. Ideal für akute Angstzustände.
  • CBD-Leckerchen: Bequem, aber langsamer. Gut für tägliche Anwendung oder wenn dein Hund Öle nicht mag.
  • CBD-Kapseln: Ähnlich wie Leckerchen, aber ohne Geschmack. Eignet sich für Hunde, die Medikamente verschlucken.

Einige Produkte enthalten zusätzlich Terpene oder andere pflanzliche Stoffe - das nennt man „Full-Spectrum“. Diese können die Wirkung verstärken, weil sie mit CBD synergistisch wirken. Doch bei Hunden mit empfindlichem Magen kann Full-Spectrum zu unerwünschten Reaktionen führen. Dann ist ein CBD-Isolat (reines CBD ohne andere Pflanzenstoffe) die bessere Wahl.

Was beeinflusst die Wirkdauer?

Drei Faktoren bestimmen, wie lange CBD bei deinem Hund wirkt:

  1. Körpergewicht: Ein 5 kg kleiner Hund braucht weniger CBD als ein 40 kg großer Hund. Die Dosis sollte immer nach Gewicht berechnet werden.
  2. Gesundheitszustand: Hunde mit Leber- oder Nierenproblemen verstoffwechseln CBD langsamer. Das verlängert die Wirkung - aber erhöht auch das Risiko von Überdosierung.
  3. Frequenz der Anwendung: Wenn du CBD täglich gibst, baut sich eine Art „Reservoir“ im Körper auf. Nach einigen Tagen wirkt es länger und stärker - auch bei niedrigeren Dosen.

Ein Hund, der seit zwei Wochen täglich 0,5 mg CBD pro kg bekommt, reagiert oft deutlich stärker als ein Hund, der es nur einmal probiert hat. Das ist kein Problem - aber du solltest die Wirkung beobachten und nicht einfach die Dosis erhöhen, weil du nichts spürst.

Ein Hund liegt entspannt auf einer Decke, umgeben von CBD-Öl, Leckerchen und Kapseln in warmen Farbtönen.

Wie erkennst du, dass CBD wirkt?

Es geht nicht darum, dass dein Hund plötzlich wie ein „Zombie“ still liegt. CBD beruhigt nicht durch Betäubung, sondern durch Reduzierung von Angst und Überreizung. Du merkst es an:

  • Er atmet langsamer und tiefer
  • Seine Augen werden ruhiger, nicht mehr so weit aufgerissen
  • Er hört auf, ständig zu lecken, zu zittern oder sich zu drehen
  • Er reagiert weniger hektisch auf laute Geräusche
  • Er legt sich hin - aber nicht erschöpft, sondern entspannt

Wenn dein Hund nach der Gabe von CBD apathisch wirkt, sich nicht mehr bewegt oder kaum noch auf dich reagiert, ist die Dosis zu hoch. Dann solltest du die nächste Dosis reduzieren oder pausieren. CBD ist kein Sedativum - es soll helfen, ruhig zu bleiben, nicht zu schlafen.

Wie oft kannst du CBD geben?

Die meisten Tierärzte empfehlen, CBD maximal zweimal täglich zu geben - morgens und abends. Bei akuten Stresssituationen (z. B. Feuerwerk) kannst du eine zusätzliche Dosis geben, aber nur, wenn mindestens 6 Stunden seit der letzten Gabe vergangen sind.

Einige Besitzer geben CBD täglich, um chronische Angstzustände zu mildern - etwa bei Trennungsangst oder Lärmphobie. Das ist in Ordnung, solange du die Dosis nicht überschreitest und dein Hund keine Nebenwirkungen zeigt. Einige Hunde vertragen monatelange Anwendung ohne Probleme, besonders wenn das Produkt hochwertig und ohne Lösungsmittel ist.

Was ist mit anderen Beruhigungsmitteln?

Viele Tierärzte verschreiben Benzodiazepine wie Diazepam oder Trazodon für ängstliche Hunde. Diese wirken schneller - oft innerhalb von 20 Minuten - aber sie haben stärkere Nebenwirkungen: Müdigkeit, Koordinationsstörungen, manchmal sogar Verwirrung. CBD wirkt langsamer, aber sanfter. Es verändert nicht die Persönlichkeit deines Hundes - es hilft ihm, sich selbst zu beruhigen.

Einige Besitzer kombinieren CBD mit Verhaltenstherapie oder Aromatherapie (z. B. Lavendel). Das ist eine gute Strategie: CBD senkt die Angst, damit das Training wirken kann. Es ist kein Ersatz für Training, aber ein guter Begleiter.

Ein Hund mit einem zeitlichen Verlauf in seinem Fell, der die Wirkdauer von CBD visualisiert, bei dämmrigem Licht.

Was passiert bei Überdosierung?

Ein Überdosis an CBD ist selten tödlich - aber unangenehm. Symptome sind:

  • Starke Schläfrigkeit
  • Benommenheit, unsicheres Gehen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Erweiterte Pupillen
  • Geringe Körpertemperatur

Wenn dein Hund diese Symptome zeigt, gib ihm Wasser, halte ihn warm und beobachte ihn. Normalerweise bessert sich alles innerhalb von 6 bis 12 Stunden. Wenn er nicht aufwacht oder sich nicht mehr bewegt, geh zum Tierarzt. Bring das Produkt mit - damit der Tierarzt weiß, was er behandeln muss.

Wie findest du das richtige Produkt?

Nicht jedes CBD-Produkt ist für Hunde geeignet. Achte auf:

  • Kein THC: In Deutschland ist THC in Tierprodukten verboten. Wähle Produkte mit weniger als 0,01 % THC.
  • Drittgeprüft: Die Flasche sollte einen QR-Code oder Labortest (Certificate of Analysis) haben. Dort steht, wie viel CBD wirklich drin ist.
  • Keine Zusatzstoffe: Vermeide Produkte mit Xylit, künstlichen Aromen oder Konservierungsmitteln. Xylit ist tödlich für Hunde!
  • Speziell für Hunde entwickelt: Produkte, die für Menschen gedacht sind, enthalten oft zu viel CBD oder unpassende Trägeröle.

Marken wie Happy Paws, Canine CBD oder Green Garden Pets haben sich in Deutschland etabliert und bieten klare Dosierungsanleitungen. Lies die Bewertungen anderer Hundebesitzer - besonders solche, die Hunde mit ähnlicher Rasse und Größe haben.

Wie dokumentierst du die Wirkung?

Halte ein kleines Tagebuch: Datum, Zeit, Dosis, Situation (z. B. „Feuerwerk um 21 Uhr“), Verhalten vorher und nachher. Nach einigen Wochen siehst du Muster. Vielleicht merkst du: „CBD wirkt bei Gewitter besser als bei Autofahrten.“ Oder: „Nach drei Tagen braucht er nur noch die Hälfte.“

Diese Aufzeichnungen helfen dir, die optimale Dosis zu finden - und sie sind nützlich, wenn du mit deinem Tierarzt sprichst. Viele Tierärzte sind skeptisch, weil sie wenig Erfahrung mit CBD haben. Mit konkreten Daten kannst du eine fundierte Diskussion führen.

Wann solltest du aufhören?

CBD ist kein Dauermedikament - es ist ein Hilfsmittel. Wenn dein Hund nach einigen Wochen ohne CBD ruhiger wird, kannst du die Dosis langsam reduzieren. Gib ihm alle drei Tage, dann jede Woche - und beobachte, ob die Angst zurückkommt.

Wenn die Angst trotz CBD nicht besser wird, oder wenn dein Hund aggressiver wird, ist CBD vielleicht nicht die richtige Lösung. Dann braucht dein Hund Verhaltenstherapie, vielleicht sogar Medikamente. CBD ist kein Wundermittel - aber es kann ein wichtiger Baustein sein.

Wie lange dauert es, bis CBD bei einem Hund wirkt?

Die Wirkung setzt meist innerhalb von 20 bis 90 Minuten ein. Öle unter der Zunge wirken schneller (20-40 Min.), Leckerchen länger (60-90 Min.), besonders wenn der Magen voll ist.

Wie lange hält die Beruhigung von CBD bei Hunden an?

Die beruhigende Wirkung hält typischerweise 4 bis 8 Stunden an. Bei älteren, kleineren oder gesundheitlich beeinträchtigten Hunden kann sie bis zu 10 Stunden anhalten.

Kann man CBD täglich bei Hunden geben?

Ja, CBD kann täglich gegeben werden, meist einmal oder zweimal am Tag. Viele Besitzer nutzen es langfristig bei chronischer Angst, wie Trennungsangst oder Lärmphobie. Wichtig ist, die Dosis nicht zu überschreiten und auf Nebenwirkungen zu achten.

Ist CBD sicher für Hunde mit Leberproblemen?

CBD wird in der Leber abgebaut. Bei Lebererkrankungen wird es langsamer verstoffwechselt - das kann die Wirkung verlängern und das Risiko einer Überdosierung erhöhen. Hier sollte die Dosis deutlich reduziert werden und nur unter tierärztlicher Aufsicht gegeben werden.

Was ist der Unterschied zwischen Full-Spectrum und Isolat bei Hunden?

Full-Spectrum enthält neben CBD auch andere Pflanzenstoffe wie Terpene und Spuren von THC - das kann die Wirkung verstärken. Isolat enthält nur reines CBD. Bei empfindlichen Hunden oder in Deutschland, wo THC verboten ist, ist Isolat die sicherere Wahl.

Welche Nebenwirkungen kann CBD bei Hunden haben?

Häufige Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, trockener Mund und leichte Durchfälle. Selten: Benommenheit, verlangsamte Herzfrequenz oder verminderte Koordination. Überdosierung kann zu starkem Schlaf oder Koordinationsstörungen führen - dann sofort die Gabe einstellen.

Wie viel CBD sollte man einem Hund geben?

Als Startdosis gilt 0,1-0,2 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht. Bei Stresssituationen kann man auf 0,2-0,5 mg pro kg erhöhen. Die maximale Tagesdosis sollte 2 mg pro kg nicht überschreiten. Im Zweifel immer mit dem Tierarzt abstimmen.

Kann CBD bei Hunden süchtig machen?

Nein. CBD ist nicht suchterzeugend. Es wirkt nicht auf das Belohnungssystem im Gehirn wie THC oder Medikamente wie Benzodiazepine. Es hilft dem Hund, sich selbst zu beruhigen - ohne ihn zu verändern.

Wenn du CBD ausprobierst, sei geduldig. Nicht jeder Hund reagiert sofort. Manche brauchen Tage, bis sie sich an die Wirkung gewöhnen. Aber wenn du die richtige Dosis findest, wirst du sehen: Dein Hund atmet tiefer, schaut dich ruhiger an - und du kannst endlich wieder durchatmen.