Wie erkennst du, dass du wirklich hoch bist? Ein Leitfaden für Cannabis-Getränke

Von Annika Dresdner    An 20 Feb, 2026    Kommentare (0)

Wie erkennst du, dass du wirklich hoch bist? Ein Leitfaden für Cannabis-Getränke

Wenn du zum ersten Mal ein Cannabis-Getränk trinkst, weißt du nicht, was dich erwartet. Kein Rauchen, keine Zigarette, kein Vaporizer - nur eine Flasche, die wie Limonade oder Tee aussieht. Du trinkst sie. Wartest. Und dann? Was passiert eigentlich, wenn du wirklich hoch bist? Es ist nicht wie bei Alkohol. Es ist nicht wie bei Koffein. Es ist etwas anderes. Und viele Menschen verstehen es nicht, bis es zu spät ist.

Du fühlst dich nicht einfach „gut“ - du fühlst dich verändert

< p>Ein echtes Hochgefühl von Cannabis-Getränken zeigt sich nicht durch Lachen oder Euphorie allein. Das ist oft nur die Oberfläche. Der echte Effekt kommt, wenn du merkst, dass deine Wahrnehmung sich verändert. Die Farben wirken intensiver. Musik klingt tiefer. Ein Geräusch, das vorher normal war - wie das Tropfen eines Wasserhahns - wird plötzlich laut, klar, fast musikalisch. Du hörst es, als ob es zum ersten Mal existiert. Das ist kein Zufall. Das ist THC, das deine Hirnregionen für sensorische Verarbeitung aktiviert.

Wenn du dich fragst: „Bin ich jetzt hoch?“, dann schau nicht auf deine Stimmung. Schau auf deine Sinne. Hast du das Gefühl, dass die Zeit langsamer läuft? Dass du in einem Moment länger verweilst, als sonst? Dass du dich auf einen einzelnen Gedanken konzentrieren kannst, ohne abzuschweifen? Das ist ein klares Zeichen. Dein Gehirn arbeitet anders. Nicht schlechter. Nicht besser. Einfach anders.

Die Verzögerung ist der Schlüssel - und sie täuscht

Bei Rauchen spürst du den Effekt innerhalb von Sekunden. Bei Getränken? Nicht so. Cannabis-Getränke brauchen 30 bis 90 Minuten, bis sie voll wirken. Manche Menschen trinken eine Flasche, fühlen nichts - und trinken eine zweite. Zehn Minuten später? Plötzlich ist es, als ob jemand die Lautstärke deines Lebens auf 100 gestellt hat. Das ist kein Fehler. Das ist normal. Aber es führt zu Überdosierungen, weil Leute denken: „Das wirkt nicht.“

Studien aus dem Jahr 2024 zeigen, dass 68 % der unangenehmen Erfahrungen mit Cannabis-Getränken auf diese Verzögerung zurückzuführen sind. Du musst geduldig sein. Wenn du eine Flasche mit 10 mg THC trinkst, warte mindestens zwei Stunden, bevor du mehr nimmst. Der Körper verarbeitet THC über die Leber - nicht über die Lunge. Das macht es langsamer. Und stärker.

Dein Körper sagt dir, was passiert - hör hin

Ein echtes Hochgefühl zeigt sich auch körperlich. Deine Muskeln werden weicher. Dein Atem tiefer. Du spürst vielleicht leichte Schwerelosigkeit - nicht, als würdest du schweben, sondern als würde der Boden unter dir leicht nachgeben. Das ist nicht Angst. Das ist Physiologie. THC bindet an CB1-Rezeptoren im Gehirn und entspannt das zentrale Nervensystem. Wenn du plötzlich merkst, dass du dich nicht mehr anspannst - dass du einfach nur sitzt und atmen kannst - dann bist du hoch.

Einige Menschen spüren ein leichtes Ziehen in den Schläfen. Andere fühlen einen leichten Druck im Nacken. Das ist kein Anzeichen für etwas Schlechtes. Das ist dein Körper, der sich anpasst. Wenn du dich aber plötzlich unwohl fühlst, schwindelig wirst oder dein Herz rast - dann ist es zu viel. Das ist kein „gutes Hoch“, das ist eine Überdosierung. Und das ist kein Zeichen von Schwäche. Das ist ein Signal, das jeder ignorieren sollte.

Denke nicht an deine Aufgaben - du bist nicht mehr in „Modus erledigen“

Wenn du vorher gedacht hast: „Ich muss noch die Wäsche machen“ oder „Ich sollte diese E-Mail schreiben“ - und plötzlich ist dir das egal - dann bist du hoch. Nicht weil du faul geworden bist. Sondern weil dein Gehirn aufhört, nach Effizienz zu suchen. Es geht nicht mehr darum, Dinge zu erledigen. Es geht darum, da zu sein.

Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen Alkohol und Cannabis. Alkohol dämpft deine Kontrolle. Cannabis verändert deine Prioritäten. Du wirst nicht unkoordiniert. Du wirst nicht verwirrt. Du wirst einfach ruhiger. Dein innerer Kritiker schaltet sich ab. Du hörst auf, dich zu bewerten. Das ist der Moment, in dem du dich wirklich kennst. Und das ist, warum viele Menschen Cannabis-Getränke für Meditation oder Achtsamkeit nutzen.

Eine Hand hält eine Cannabis-Getränkeflasche, neben einer Uhr, die 75 Minuten nach dem Trinken zeigt.

Was du nicht spürst, ist oft das stärkste Zeichen

Einige Leute erwarten, dass sie lachen, tanzen oder sich wie im Film fühlen. Aber das ist selten der Fall. Die meisten echten Hochgefühle sind still. Du sitzt auf der Couch. Du schaust aus dem Fenster. Der Wind bewegt die Blätter. Und du denkst: „Das ist wunderschön.“ Kein Grund. Kein Grund, warum. Nur: Es ist schön. Und du bist hier. Und das reicht.

Diese Art von Hochgefühl ist schwer zu beschreiben. Es ist nicht dramatisch. Es ist tief. Und es bleibt. Du wirst dich später daran erinnern - nicht weil es laut war, sondern weil es ruhig war. Das ist der Kern von Cannabis-Getränken: Sie bringen dich nicht in einen Rausch. Sie bringen dich zurück zu dir selbst.

Was du tun solltest - und was nicht

  • Do: Trinke langsam. Nimm nur eine Flasche mit niedrigem THC (5-10 mg) am Anfang.
  • Do: Setz dich hin. Bleib in einer sicheren Umgebung. Nicht fahren. Nicht arbeiten. Nicht allein sein, wenn du dich unsicher fühlst.
  • Do: Trink Wasser. Dein Körper braucht es, um THC abzubauen.
  • Do: Hör Musik, die du kennst. Sie wird sich anders anfühlen - und das ist okay.
  • Don’t: Trinke auf nüchternen Magen. Fett und Kohlenhydrate helfen, die Wirkung zu mildern.
  • Don’t: Vergleiche dich mit anderen. Jeder Körper reagiert anders. Was für ihn „leicht“ ist, ist für dich vielleicht stark.
  • Don’t: Denk, dass „mehr“ besser ist. Mit Getränken gilt: Weniger ist oft mehr.

Was ist mit CBD? Ist das auch „hoch“?

Einige Getränke enthalten nur CBD - kein THC. Und dann? Bist du dann „hoch“? Nein. CBD verändert deine Wahrnehmung nicht. Es beruhigt. Es lindert Schmerzen. Es reduziert Angst. Aber es macht dich nicht „high“. Wenn du ein Getränk trinkst und nichts spürst - vielleicht liegt es daran, dass es CBD enthält. Prüfe das Etikett. THC ist das, was dich verändert. CBD ist das, was dich beruhigt. Sie arbeiten oft zusammen. Aber sie sind nicht dasselbe.

Abstrakte Formen in warmen Farben schweben um eine ruhige Silhouette, die sensorische Veränderung symbolisieren.

Wie lange hält es an?

Die Wirkung von Cannabis-Getränken hält zwischen 4 und 8 Stunden an. Manche spüren leichte Spuren bis zu 12 Stunden. Das liegt an der Verstoffwechslung in der Leber. Es ist nicht wie Rauchen, wo es nach einer Stunde vorbei ist. Hier bleibt der Effekt. Und das ist wichtig: Wenn du morgens trinkst, wirst du den ganzen Tag spüren, dass etwas anders ist. Du bist nicht betrunken. Aber du bist nicht „normal“.

Einige Leute nutzen das, um Stress abzubauen. Andere vermeiden es, weil sie Angst haben, nicht „funktionieren“ zu können. Beides ist legitim. Aber du musst es vorher wissen. Plane es. Trinke nicht, wenn du am nächsten Tag arbeiten musst - es sei denn, du weißt genau, wie dein Körper reagiert.

Was ist, wenn du dich unwohl fühlst?

Es passiert. Du bist nicht allein. Wenn du dich schwindelig fühlst, Angst hast oder dich übergeben willst - dann ist das nicht das Ende. Es ist nur ein Moment. Atme tief. Trink Wasser. Setz dich hin. Schau dich um. Sprich mit jemandem. Erzähl ihm, was du fühlst. Die meisten unangenehmen Erfahrungen dauern nur 30-60 Minuten. Dann geht es vorbei.

Es gibt keine Gegenmittel. Kein Vitamin C. Kein Kaffee. Nur Zeit und Ruhe. Und die Erkenntnis: Es ist vorübergehend. Du wirst nicht sterben. Du wirst nicht verrückt werden. Du wirst nur wieder du selbst sein. Und das ist tröstlich.

Es geht nicht um „hoch sein“ - es geht um „da sein“

Wenn du fragst: „Wie weiß ich, dass ich wirklich hoch bin?“ - dann ist die Antwort: Du merkst es, wenn du aufhörst, danach zu suchen. Wenn du aufhörst, zu fragen. Wenn du einfach nur da bist. Und die Welt um dich herum sich langsam, sanft, anders anfühlt. Nicht besser. Nicht schlechter. Nur anders.

Cannabis-Getränke sind kein Rausch. Sie sind eine Pause. Ein Moment, in dem du nicht mehr versuchst, etwas zu sein. Sondern einfach nur das, was du bist.

Wie lange dauert es, bis ein Cannabis-Getränk wirkt?

Die Wirkung setzt meist zwischen 30 und 90 Minuten ein, manchmal sogar bis zu zwei Stunden. Das liegt an der Verdauung - THC wird über die Leber verarbeitet, nicht über die Lunge. Deshalb ist die Wirkung langsamer, aber oft länger und intensiver als bei Rauchen.

Kann man ein Cannabis-Getränk überdosieren?

Ja, aber nicht tödlich. Eine Überdosierung führt zu starkem Unwohlsein, Angst, Schwindel oder Übelkeit - aber nicht zu einem organischen Versagen. Die Symptome klingen nach 2-6 Stunden ab. Wichtig: Nie mehr als 10 mg THC auf einmal trinken, wenn du neu dabei bist. Geduld ist der beste Schutz.

Ist CBD-Getränk dasselbe wie THC-Getränk?

Nein. CBD macht dich nicht „high“. Es beruhigt, lindert Schmerzen und reduziert Angst, aber es verändert deine Wahrnehmung nicht. THC ist das Molekül, das für das Hochgefühl verantwortlich ist. Viele Getränke enthalten beide - aber das Etikett sagt dir, was drin ist.

Warum fühle ich mich nach dem Trinken müde, statt energisch?

Cannabis wirkt nicht bei jedem gleich. Bei vielen Menschen beruhigt es das Nervensystem - das fühlt sich wie Müdigkeit an. Es ist kein Fehler. Es ist eine natürliche Reaktion. Wenn du Energie brauchst, probiere Getränke mit niedrigem THC und hohem CBD. Oder trinke später am Tag.

Soll ich vor dem Trinken essen?

Ja. Ein leichter Snack mit Fett oder Kohlenhydraten (z. B. Banane, Nüsse, Vollkornbrot) hilft, die Wirkung abzufedern und gleichmäßiger zu machen. Auf nüchternen Magen kann die Wirkung plötzlich und stark ausbrechen - was viele Menschen überfordert.