Rechtliche Bestimmungen zu CBD, HHC und verwandten Produkten
Weißt du, dass CBD rechtlich anders behandelt wird als THC? Das führt oft zu Verwirrung. Hier bekommst du klare, praktische Hinweise, worauf du beim Kauf und Gebrauch von CBD-, HHC- oder ähnlichen Produkten achten solltest.
Wichtige Regeln auf einen Blick
In Deutschland gilt: Produkte mit nachweisbar psychoaktiven Mengen an THC fallen unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). CBD selbst ist kein Betäubungsmittel – das hat der EuGH 2020 bestätigt – aber das heißt nicht, dass alle CBD-Produkte frei sind. Viele Punkte entscheiden darüber, ob ein Produkt legal verkauft werden darf:
- THC-Gehalt: Händler geben oft "unter 0,2 %" an. In einigen Ländern gelten 0,3 %. Schau dir das COA (Laborbericht) an, bevor du kaufst.
- Novel-Food: Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Getränke mit CBD benötigen meist eine Novel-Food-Zulassung, sonst dürfen sie nicht als Lebensmittel verkauft werden.
- Arzneimittelrecht: Wenn ein Produkt mit Heilungs- oder Krankheitsheilungs-Versprechen beworben wird, kann es als Arzneimittel gelten und wäre genehmigungspflichtig.
- Altersgrenzen & Vertrieb: Viele Shops setzen Alterslimits (ab 18). Online-Bestellungen und Versand ins Ausland können extra Regeln haben.
Praktische Tipps: Was du kontrollieren solltest
Beim Kauf: verlange ein aktuelles COA. Der Laborbericht zeigt CBD- und THC-Werte, sowie Rückstände (Pestizide, Lösungsmittel). Ohne COA geh lieber zum nächsten Anbieter. Achte auf vollständige Angaben: Hersteller, Inhaltsstoffe, Menge und Chargennummer.
Wenn du Essbares oder Getränke willst, prüfe, ob das Produkt eine Novel-Food-Zulassung oder zumindest einen Hinweis auf laufende Genehmigungsverfahren hat. Fehlt das, ist der Verkauf als Lebensmittel rechtlich heikel.
Vermeide Produkte mit medizinischen Versprechungen, wenn sie nicht als Arzneimittel zugelassen sind. Formulierungen wie "zur Behandlung von Schmerzen" können schnell regulatorische Folgen haben.
Bei neuen Cannabinoiden wie HHC, H4CBD, THCP oder synthetischen Derivaten ist Vorsicht geboten: Viele dieser Substanzen sind rechtlich unklar oder werden schnell reguliert. Einige können als neue psychoaktive Stoffe gelten oder unter das BtMG fallen. Prüfe aktuelle Hinweise des BfArM und frage im Zweifel beim Händler oder einem Anwalt nach.
Noch ein Punkt: Autofahren und Arbeit. Selbst wenn dein CBD-Produkt legal ist, können THC-Rückstände in Blut- oder Urintests Probleme bei Verkehrskontrollen oder am Arbeitsplatz verursachen. Halte dich an niedrige Dosen und sichere Produkte.
Kurz gesagt: Informiere dich, fordere Laboreinträge, vermeide Produkte mit Heilversprechen und sei vorsichtig bei neuen Cannabinoiden. Gesetzeslage ändert sich schnell – check regelmäßig Updates beim BfArM oder einer Rechtsquelle, bevor du online bestellst oder neue Substanzen ausprobierst.
CBG beim Fliegen: Reisetipps und rechtliche Bestimmungen für Cannabigerol
Von Annika Roth An 19 Jan, 2024 Kommentare (0)

Darf man mit CBG fliegen? Diese Frage beschäftigt viele Reisende, die auf dieses nicht-psychoaktive Cannabinoid angewiesen sind. In diesem Artikel gehe ich auf rechtliche Hintergründe, Länderregelungen und persönliche Erfahrungen mit CBG auf Reisen ein. Ich biete praktische Tipps für einen entspannten Flug mit CBG und erkläre, wie man unangenehme Überraschungen am Flughafen vermeiden kann.
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