Hanfanbau: So startest du richtig

Hanf wächst schnell und ist vielseitig – aber er braucht die richtige Pflege. Wenn du selbst Hanf anbauen willst, beginne mit einer klaren Frage: Willst du Fasern, Samen oder CBD-haltiges Material? Jede Nutzung braucht andere Sorten, Abstand und Pflege. In Deutschland gelten Vorschriften: nutze zertifizierte Sorten mit niedrigem THC-Anteil (häufig ≤ 0,2%) und kläre Formalitäten mit Behörden.

Praxis: Anbau in 6 klaren Schritten

1. Sortenwahl: Kaufe geprüfte, zertifizierte Sorten. Für CBD wähle Sorten mit hohem CBD/geringem THC-Verhältnis. Für Faser oder Samen nimm spezialisierte Sorten.

2. Standort & Boden: Hanf mag volle Sonne und lockeren, durchlässigen Boden. pH 6–7,5 ist ideal. Schwere Lehmböden vorher auflockern und Sand/Kompost einarbeiten, um Drainage zu verbessern.

3. Aussaat & Abstand: Für CBD-Blüten setze Pflanzen weiter auseinander (etwa 1 x 1 m), damit Luft und Licht an alle Pflanzen kommen. Für Faseranbau dicht säen (Reihenabstand eng). Aussaat hängt vom Klima – in Mitteleuropa ab Ende April / Anfang Mai ins Freiland.

4. Bewässerung & Nährstoffe: Junge Pflanzen regelmäßig gießen, etablierte Hanfpflanzen eher trockenresistent. Stickstoff (N) fördert vegetatives Wachstum; vor der Blüte auf moderates N und etwas Phosphor/Kalium (P/K) achten. Vermeide Überdüngung in der Blütephase.

5. Licht und Photoperiode: Hanf reagiert auf Tageslänge. Indoor-Anbau nutzt Lichtzyklen (z. B. 18/6 für Wachstum, 12/12 zur Blüte). Outdoor richtet sich die Blüte nach kürzer werdenden Tagen im Spätsommer.

6. Schädlings- und Krankheitsmanagement: Häufige Probleme sind Spinnmilben, Blattläuse und Schimmel (Grau- oder Botrytis). Vorbeugend: gute Luftzirkulation, nicht zu hohe Luftfeuchte, regelmäßige Kontrolle. Biologische Mittel und gezielte Maßnahmen helfen oft besser als viel Chemie.

Ernte, Trocknung und Verwendung

Die Erntezeit entscheidet über Qualität: Für CBD ist der optimale Zeitpunkt, wenn die Trichome milchig bis leicht bernsteinfarben sind. Schneide Pflanzen vorsichtig, hänge Zweige zum Trocknen auf oder arbeite mit speziellen Trocknungsboxen.

Trocknen: Dunkel, gut belüftet, bei 18–22 °C und etwa 45–55 % relativer Luftfeuchte. Zu schnelles Trocknen lässt Aromen verlieren; zu feuchtes Trocknen fördert Schimmel. Nach dem Trocknen empfiehlt sich ein Curing in luftdichten Behältern bei kontrollierter Luftfeuchte (ca. 55–62 %) für mehrere Wochen, um Geschmack und Wirkung zu verbessern.

Verarbeitung: Je nach Ziel verwendest du die Pflanzen als Rohstoff für Extraktion (CBD-Öle), Samenöl, Tierfutter oder Faserverarbeitung. Für kommerzielle Verarbeitung brauchst du Zulassungen und Labortests zum THC-Gehalt.

Kurz: Plane sorgfältig, wähle zertifizierte Sorten, achte auf Standort und Luftzirkulation und kontrolliere THC-Werte. So vermeidest du Ärger und erzielst gute Qualität.

Ist Cannabis eine Nutzpflanze?

Von Lukas Steinbacher    An 20 Nov, 2023    Kommentare (0)

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Als leidenschaftlicher Blogger und Hanfenthusiast möchte ich heute ein interessantes Thema aufgreifen: Ist Cannabis eine Nahrungspflanze? Hanf hat eine lange Geschichte und wird seit Jahrtausenden für medizinische, industrielle und kulinarische Zwecke genutzt. Mithilfe dieses Beitrags möchte ich beleuchten, wie Cannabis in unserer Ernährung verwendet wird und welche gesundheitlichen Vorteile es bietet. Begleiten Sie mich auf dieser spannenden Reise in die Welt der Hanfnahrung.

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